Stillen & Ernährung

Verstopfung bei Kindern

Zácpa u dětí

Verstopfung plagt viele Menschen (sicherlich hat sie jeder mindestens einmal im Leben erlebt), am meisten dann Mütter von Säuglingen und Kleinkindern, weil sie oft nicht wissen, wie sie ihren kleinen Kindern bei Bauchschmerzen helfen können. Was sind die Gründe für Verstopfung, was kann man dagegen tun und wann sollte man zum Arzt gehen?

Wann sprechen wir von Verstopfung

Verstopfung kann vorübergehend auftreten, zum Beispiel bei einem Wechsel der Umgebung (Urlaub), einer Ernährungsumstellung (erste Beikost), nach einer Stresssituation (Eintritt in den Kindergarten) und so weiter. Das ist nichts Ungewöhnliches und klingt meist innerhalb weniger Tage wieder ab. Hält sie jedoch länger an und wird von weiteren Symptomen begleitet, sollte man ihr bereits Beachtung schenken. Von Verstopfung sprechen wir, wenn:

  • das Kind 3 oder mehr Tage keinen Stuhlgang hat (eine Ausnahme sind gestillte Kinder, die dank der guten Verwertbarkeit der Milch auch bis zu 10 Tage keinen Stuhlgang haben können), der auch über mehrere Wochen ausbleibt;
  • das Kind über schmerzhaften Stuhlgang klagt, der es davon abhält, es erneut zu versuchen, und es den Stuhl lieber zurückhält;
  • das Kind Bauchschmerzen und Blähungen hat;
  • das Kind einen harten Bauch hat und das Essen verweigert.

Verstopfung bei Säuglingen

Wenn Verstopfung auftritt, ist es gut, die Flüssigkeitszufuhr zu erhöhen, damit der Stuhl weicher wird und leichter ausgeschieden werden kann. Bei gestillten Kindern sollte es ausreichen, häufiger zu stillen. Bei Kindern mit Säuglingsnahrung kann das Problem darin bestehen, dass gerade diese Milch Verstopfung verursachen kann, besonders wenn von Muttermilch auf Säuglingsnahrung umgestellt wird. Auf dem Markt gibt es heute bereits viele Milchsorten, die bei Verstopfung oder auch bei Spucken helfen (Reflux bei Kindern).

Zusätzlich zur erhöhten Flüssigkeitszufuhr können Sie auch Beinübungen (Fahrradfahren), Bauchmassage, ein warmes Bad und gegebenenfalls auch ein rektales Röhrchen ausprobieren.

Eine der Ursachen kann auch eine Allergie gegen Kuhmilcheiweiß sein; diese muss dann mit einem Arzt besprochen werden, der die notwendigen Tests durchführt und die Diagnose stellt. 

Langfristig lassen sich Bauchschmerzen und Probleme beim Stuhlgang mit Hilfe der windelfreien Kommunikationsmethode vorbeugen. 

Verstopfung bei Kleinkindern und größeren Kindern

Bei Kindern, die bereits normale Nahrung zu sich nehmen, kann Verstopfung durch einen Mangel an Ballaststoffen verursacht werden. Vergessen Sie daher auf keinen Fall frisches Gemüse und Obst, gern in Form von Püree oder auch Stücken; sehr gut eignen sich auch getrocknete Pflaumen und Aprikosen, eventuell auch Pflaumensaft. Ein hervorragender Helfer ist Fleisch- und Knochenbrühe. Wichtig ist auch regelmäßige Bewegung, damit der Darm in Schwung kommt, und natürlich eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Verstopfung kann bei Kleinkindern auftreten, die ihre Eltern aufs Töpfchen gewöhnen, die aber dafür noch nicht bereit sind und den Stuhl eher zurückhalten. In diesem Fall ist es besser, das Töpfchentraining aufzuschieben und zu warten, bis das Kind dafür reif ist. 

Der Eintritt in den Kindergarten kann die Verdauung ebenfalls sehr deutlich beeinflussen. Das Kind hat plötzlich einen anderen Tagesablauf, ist im Kindergarten stärker mit verschiedenen Aktivitäten beschäftigt und hält deshalb den Stuhlgang zurück. Ein Problem kann auch der Verlust der Privatsphäre sein, die es auf der Toilette im Kindergarten nicht hat. Wichtig ist, mit dem Kind über den Stuhlgang zu sprechen, morgens früh genug aufzustehen, damit das Kind so lange wie nötig auf dem Töpfchen sitzen kann, und wenn es nicht klappt, das Töpfchen auch zu Hause nach der Rückkehr aus dem Kindergarten wieder in Erinnerung zu rufen. 

Wann man einen Arzt aufsuchen sollte

Manchmal gelingt es dem Kind auch trotz der oben beschriebenen Ratschläge nicht, den Darm zu entleeren, und damit auch die Mutter etwas Erleichterung findet (gemeint ist psychisch), ist es sinnvoll, zum Arzt zu gehen, der eventuell Zäpfchen verschreibt oder eine genauere Untersuchung veranlasst. 

Einen Arzt sollten Sie auf jeden Fall aufsuchen, wenn das Kind starke Bauchschmerzen hat, die von Fieber, Appetitlosigkeit bis hin zu Erbrechen begleitet sein können. Problematisch kann auch Blut im Stuhl sein, das nicht unbedingt etwas Ernstes bedeuten muss, aber lieber einmal zu viel als einmal zu wenig zum Arzt gehen.

Wenn Ihr Kind derzeit unter Verstopfung leidet, probieren Sie unsere Tipps aus, und wenn der Stuhlgang innerhalb weniger Tage nicht wieder einsetzt, scheuen Sie sich nicht, Ihren Arzt zu kontaktieren; er wird Ihnen sicher sagen, was und wie es weitergeht. 

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