Stillen & Ernährung

Wenn das Kind nicht am Tisch sitzen will beim Essen

Když dítě nechce sedět u jídla

Ein großes Thema sind zweifellos die ersten Breie, die Kindern zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat gegeben werden. Kinder in diesem Alter sitzen beim Essen meist schon schön aufrecht und essen, spucken manches wieder aus, von anderem können sie sich sprichwörtlich gar nicht satt essen und würden auch zwei Portionen verputzen. Später kommt dann die Phase, in der Kinder sehr unruhig sind und beim Essen nur ein paar Bissen sitzen bleiben und dann aus dem Hochstuhl klettern oder vom Tisch weggehen. Wie geht man mit einem Kind um, das nicht beim Essen sitzen bleiben will?

Das Kind nicht zum Essen zwingen

Es ist gut, wenn das Kind selbst entscheidet, wie viel es isst. Der Appetit von Kindern ändert sich schnell, daher bedeutet es nicht, dass es dauerhaft so bleibt, wenn es gerade eine Woche lang kaum etwas isst. Wenn ein Kind nicht zum Essen gezwungen wird, kann es die Signale seines Körpers wahrnehmen, erkennen, wann es Hunger hat, und dann zur richtigen Zeit essen oder nach Essen fragen.

Wenn es weder sitzen noch essen will

Es kann auch vorkommen, dass ein Kind nicht nur beim Essen nicht sitzen bleiben will, sondern auch dann nichts isst, wenn es sich schon hingesetzt hat. In diesem Fall kann es sich um den Beginn einer Krankheit handeln, bei der das Kind gar nicht ans Essen denkt, oder es hat dafür irgendeinen eigenen Grund, den wir Erwachsene oft nicht entschlüsseln können. Wenn Sie Essen anbieten und das Kind nicht will, lassen Sie es bis zur nächsten Mahlzeit lieber hungern, geben Sie ihm in der Zwischenzeit aber keine Kekse, Bonbons usw. 

Mach aus dem Essen kein großes Thema

In Familien, in denen viel über Essen geredet wird, haben Kinder oft Probleme beim Essen. Machen Sie daher kein so großes Thema daraus. Bieten Sie dem Kind das Frühstück an, und wenn es nicht möchte, versuchen Sie es später beim Snack noch einmal und machen Sie nicht so viel daraus. Manche Kinder essen einfach weniger und das reicht ihnen. Genauso wie wir Erwachsene wird auch ein Kind nicht freiwillig hungern. 

Machen Sie kein Drama aus dem Chaos beim Essen

Ein Kind lernt viel schneller, ordentlich beim Essen zu sein, wenn es ausprobieren darf, wie es ist, Unordnung zu machen, wenn ihm das Essen vom Teller auf den Boden fällt, wenn es das Essen mit den Händen anfasst, alle Strukturen des Essens erkundet und auch Gabel und Löffel ausprobiert. Für viele Kinder kann es viel attraktiver sein, gemeinsam mit anderen selbstständig ohne Hilfe der Eltern an einem großen Tisch zu essen, statt in ihrem Hochstuhl irgendwo abseits und von Mama gefüttert zu werden. 

Auch das Geschirr und die Anrichtung des Essens sind wichtig

Für Kinder ist wichtig, woraus sie essen, deshalb können Sie gemeinsam in den Laden gehen und einen Teller, eine Schüssel, einen Becher und Besteck aussuchen. Dann wird sich das Kind mehr auf das Essen freuen. Vor dem Essen ist für das Gehirn auch die Anrichtung auf dem Teller wichtig, denn wir essen sprichwörtlich mit den Augen; wenn das Essen also schön serviert ist, sind wir eher bereit, es zu essen. Bei Kindern können Sie sich mit der Anordnung des Essens auf dem Teller austoben, verschiedene Formen ausprobieren, im Internet finden Sie sicher unzählige Inspirationen. 

Legen Sie Regeln beim Essen fest

Das Wichtigste überhaupt wird das Setzen Ihrer Grenzen sein. Legen Sie beim Essen Regeln fest, damit für alle klar ist, dass man beim Essen sitzt, nicht zu den Spielsachen geht, nicht fernsehen oder auf das Handy schauen darf und dass sich alle daran halten – auch die Erwachsenen. Wenn ein Kind gewohnt ist, vom Essen wegzugehen, wird es anfangs wahrscheinlich schwierig sein, aber glauben Sie, dass sich die Situation nach ein paar Tagen deutlich verbessert. Wenn das Kind vom Tisch weggeht, bieten Sie an, ihm beim Aufräumen zu helfen, denn seine Mahlzeit wird weggeräumt und die nächste gibt es erst zum Snack / Mittagessen usw.

Das gilt auch für Kleinkinder, die erst vor kurzem angefangen haben, selbstständig zu laufen. Sie bleiben oft nicht im Hochstuhl sitzen und wollen nach ein paar Bissen herausklettern; am liebsten würden sie alles um sich herum erkunden, nur nicht das Essen. Das ist völlig natürlich – Essen „nervt“ Kinder und „sie haben keine Zeit dafür“, so sehr sind sie damit beschäftigt, die Welt zu entdecken. Vorsicht aber vor Essenszwang nach dem Motto: „Du bleibst hier sitzen, bis du alles aufgegessen hast.“ Sagen Sie ihm stattdessen eher: „Das gibt es heute zum Mittagessen. Wenn du es nicht essen möchtest, gibt es die nächste Mahlzeit erst wieder zum Snack, jetzt räume ich es also weg und du kannst spielen gehen.“ Fasten schadet dem Kind nicht, und die nächste Mahlzeit wird es wahrscheinlich bereitwillig im Sitzen essen. 

Laut Mama-Foren gibt es viele Kinder, die nur dann bereit sind zu essen, wenn sie Spielsachen, ein Märchen oder eine Geschichte zur Verfügung haben oder mit dem Essen herumlaufen oder es sich jederzeit vom Tisch nehmen können, wenn sie es brauchen. Die Mütter selbst geben zu, dass das nicht ideal ist, sind aber froh, dass ihre Kinder am Tag überhaupt etwas essen, und deshalb machen sie sich um diese Art des Essens nicht allzu viele Gedanken. 

Es liegt also ganz bei Ihnen, wie Sie ans Essen herangehen. Vor allem sollten Sie sich wegen dieses Themas nicht zu sehr stressen, und wenn Ihnen von den oben genannten Tipps nichts so recht hilft, dann akzeptieren Sie es einfach und Sie werden sehen, dass sich in ein paar Wochen oder Monaten, eventuell mit dem Kindergartenbeginn, vieles ändern wird. 

Wenn Sie beim Essen Regeln aufstellen, bestehen Sie immer und überall darauf, damit das Kind nicht verwirrt ist, weil es einmal so und ein anderes Mal anders gemacht wird. Wir wünschen angenehme Mahlzeiten.

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