Autorin des Artikels: Iveta Bartošová
Bevor eine Frau ihr Baby zur Welt bringt, hat sie eine ganze Reihe von Fragen. Nach der Geburt sind es jedoch noch mehr. Stillen oder nicht stillen, welche Windeln man verwenden soll, wie man das Baby anzieht, wie man es zum Schlafen bringt, wie man es beruhigt, wenn es lange weint, wie man bei Bauchweh hilft und so weiter. Als Eltern stehen wir ständig vor irgendeiner kindlichen Herausforderung. Eine große Herausforderung sind sicherlich die ersten Beikostmahlzeiten, zu denen es eine ganze Reihe kniffliger Fragen gibt - wann anfangen, mit welchen Lebensmitteln beginnen, pürieren oder nicht pürieren usw. Schauen wir uns das gemeinsam an.
Wann mit der ersten Beikost beginnen
Bei nicht gestillten Kindern wird empfohlen, die Beikost nach dem vollendeten 4. Monat einzuführen, bei gestillten Kindern nach dem vollendeten 6. Monat. Wenn ein Kind jedoch schon vor dem vollendeten 6. Monat Interesse an Essen zeigt, ist es kein Problem, früher mit dem Anbieten von Nahrung zu beginnen.
Es ist gut, daran zu denken, dass Kinder bis zum 1. Lebensjahr Säuglinge genannt werden. Das bedeutet, dass das Stillen in ihrer Ernährung überwiegen sollte und sie sich bis zum 1. Geburtstag an Beikost gewöhnen sollten. Ziel der ersten Beikost ist also nicht, das Stillen zu ersetzen, sondern zu probieren.
Bei Kindern mit Säuglingsnahrung ist es wünschenswert, dass die Milch so schnell wie möglich reduziert und durch normale Kost ersetzt wird. In diesem Fall ist es also vorteilhafter, wenn das Kind bis zum ersten Lebensjahr die Portionen der Säuglingsnahrung nach und nach durch echte Lebensmittel ersetzt.

Lebensmittel für die erste Beikost
In der Tschechischen Republik wird am häufigsten empfohlen, mit Gemüse zu beginnen (Kürbis, Zucchini, Karotte), anschließend mit Fleisch (Huhn, Schwein, Kaninchen), Ei, Obst (Äpfel, Birnen, Bananen), Getreide und Hülsenfrüchten. Letztlich liegt es aber bei Ihnen, womit Sie anfangen – idealerweise mit etwas, das Sie zu Hause gerne essen, damit es für Sie nicht zusätzliche Arbeit bedeutet.
In verschiedenen Teilen der Welt werden ganz unterschiedliche Lebensmittel eingeführt, zum Beispiel auf den Philippinen Reis, in Brasilien Orangensaft, in den VAE Hummus, in Indien Linsen und Gemüse, in Italien Pasta und Parmesan. Am Ende essen die Kinder dann ohnehin alles, also ist es wirklich egal, ob Sie mit Banane, Kürbis oder Leber beginnen. Ideal wäre jedoch, eisenreiche Lebensmittel einzuführen (Eigelb, Rindfleisch, Leber, Hülsenfrüchte, Spinat, Grünkohl, Haferflocken), da davon in der Muttermilch nicht mehr so viel enthalten ist, wie ein 6 Monate altes Kind benötigt.
Für manche Mütter kann es einfacher sein, sich auf einmal eine Liste von Lebensmitteln anzusehen, die schrittweise eingeführt werden sollen, und danach die Beikost zuzubereiten. Andere wiederum mögen die Freiheit bei der Auswahl der Lebensmittel und führen Nahrungsmittel je nachdem ein, was sie gerade zu Hause haben. Das ist individuell und man sollte darin nicht zu viel Wissenschaft suchen.

Was ist die BLW-Methode
BLW bzw. baby led weaning bedeutet übersetzt Essen für die Pfote/ Essen für das Händchen. Es geht also darum, dass das Kind sich selbst vom Tisch nimmt, was es interessiert, und verschiedene Formen, Geschmäcker und Texturen kennenlernt, indem es sich das Essen selbst in den Mund steckt – niemand füttert es. Wichtig ist jedoch, dass das Essen, das das Kind probiert, geeignet vorbereitet ist, also ausreichend weich, damit es es mit der Zunge am Gaumen und später am Zahnfleisch zerdrücken kann, bevor die Backenzähne da sind.
BLW lässt sich auch mit dem Füttern per Löffel kombinieren; wichtig ist vor allem, dass sowohl das Kind als auch die Mutter zufrieden sind. Es gibt nämlich Kinder, die püriertes Essen nicht möchten und sich lieber selbst mit dem ernähren würden, was sie auf dem Tisch sehen. Andere Kinder haben auch nach dem ersten Lebensjahr noch Schwierigkeiten mit Stücken.
Wenn Ihnen Essen mit den Händen sympathisch ist, bedenken Sie bitte, dass nicht sitzende Kinder entweder so gefüttert werden sollten, dass sie auf dem Bauch liegen, oder Sie sie in der Känguru-Position halten, damit das Kind sich im Fall von Verschlucken oder Husten bequem räuspern kann. Später können Sie es in den Hochstuhl setzen; allerdings ist es auch bei größeren Kindern nicht sinnvoll, Sicherheitsgurte zu verwenden. Diese könnten nämlich bei der Ersten Hilfe ein Hindernis darstellen.
Ganz gleich, ob Sie Ihr Kind mit dem Löffel und pürierter Beikost füttern oder BLW ausprobieren, in beiden Fällen wird Ihnen Folgendes nützlich sein:
- Kinderhochstuhl - ein klappbarer Stuhl auf Rollen mit abnehmbarem Tablett,
- Kinder-Essset - schönes Bambusgeschirr,
- erster Kinderlöffel in Vogelform - geeignet für verschiedene Kindergriffe.

Kurz gesagt
Die Einführung der ersten Beikost ist kein Hexenwerk. Ob Sie sich für das Füttern mit dem Löffel oder die BLW-Methode entscheiden, liegt ganz bei Ihnen; eine Kombination beider Methoden ist ebenfalls möglich. Bei Kindern mit Säuglingsnahrung wird empfohlen, die Beikost nach dem vollendeten 4. Monat einzuführen, bei voll gestillten Kindern erst nach dem vollendeten 6. Monat. Wichtig ist, auf die Bereitschaftssignale des Kindes zu achten und es nicht zum Essen zu zwingen, wenn es nicht möchte. Im ersten Jahr geht es eher darum, Lebensmittel kennenzulernen, als Milch durch Essen zu ersetzen. Ob Sie mit Kürbis, Apfel oder Pasta beginnen, bleibt ganz Ihnen überlassen – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
Wie macht ihr das mit der ersten Beikost? Habt ihr schon damit begonnen oder sucht ihr noch Informationen? Werdet ihr mit dem Löffel füttern oder BLW ausprobieren?





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