Stillen sollte für jede frischgebackene Mutter selbstverständlich sein. Leider ist das nicht so, und die Gründe dafür sind vielfältig. Wenn wir den kleinen Prozentsatz an Müttern außer Acht lassen, die wirklich nicht stillen können, dann ist es sehr schade, dass das Stillen nicht präsenter ist. Zum Glück gibt es viele Organisationen, Laktationsberaterinnen und außerdem die Weltstillwoche, die Aufklärungsarbeit leisten und das Stillen wieder in den Alltag zurückbringen.
Wann findet die Weltstillwoche statt
Die Weltstillwoche findet in der ersten Augustwoche statt und wird in mehr als 170 Ländern der Welt gefeiert. Bei uns gibt es außerdem die Nationale Stillwoche, die anschließend im September stattfindet.
Warum ist diese Woche wichtig
Die Unterstützung stillender Mütter und des Stillens an sich ist in der heutigen Zeit sehr wichtig. Nach der Geburt des Babys werden Mütter oft mit der Frage konfrontiert, ob sie stillen, und wenn nicht, werden sie verurteilt oder im umgekehrten Fall dazu gedrängt, lieber Säuglingsnahrung zu geben, weil es dann bequemer sei, sie besser schlafen würden, sie sich in der Öffentlichkeit nicht entblößen müssten usw. Später, wenn das Kind größer ist, mit einem halben Jahr, einem Jahr, anderthalb Jahren, zwei Jahren, quält das Umfeld sie wieder mit der Frage, warum sie immer noch stillen, das Kind sei dafür doch schon zu groß. Wie man es auch dreht und wendet, es ist nicht leicht, es allen recht zu machen; am wichtigsten ist jedoch, dass es eine Angelegenheit zwischen Mutter und ihrem Kind ist und nur die beiden etwas dazu sagen können.
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, bis zum Alter von zwei Jahren zu stillen. Manche Kinder werden früher abgestillt, andere brauchen auch nach dem Kita-Start noch das Stillen. Es ist eine sehr individuelle und zugleich intime Angelegenheit, in die sich niemand Fremdes einmischen sollte. Ziel der Weltstillwoche ist daher die Unterstützung des Stillens und die Verbesserung der Gesundheit von Kindern auf der ganzen Welt.
Stillen sollte nicht in den Hintergrund geraten
Früher war die Unterstützung des Stillens nicht so groß wie heute, zum Glück, und so stillten viele Mütter ihre Kinder überhaupt nicht oder nur ein paar Tage, Wochen oder Monate, bevor sie dann auf Säuglingsnahrung umstiegen, weil man es eben so machte. Stillen in der Öffentlichkeit war nicht zu sehen, und wenn sich doch einmal eine Mutter dazu entschloss, löste das sofort eine Welle negativer Reaktionen aus.
Die Weltstillwoche greift das Thema Stillen auf, unterstützt stillende Mütter, weist darauf hin, dass es in jedem Alter in Ordnung ist, ein Kind zu stillen, und vor allem, dass jede Frau stillen kann, unabhängig von Alter, Brustform oder Brustgröße.
Deshalb ist es nötig, sein Baby stillen zu wollen, zu wissen, wie man das Stillen von Anfang an nicht vermasselt, und sich bei Problemen an eine Laktationsberaterin zu wenden.
Stillen ist großartig, weil
- es kein Geld kostet und außerdem umweltfreundlich ist;
- die Brust immer zur Verfügung steht und die Milch immer die ideale Temperatur und den idealen Geschmack hat;
- es die häufigste Art ist, Kinder in den Schlaf zu stillen;
- wenn das Kind krank ist oder zahnt, hilft Stillen sehr dabei, Schmerzen und Unwohlsein zu lindern;
- wenn das Kind die ersten Beikostmahlzeiten ablehnt, können Sie ihm immer Muttermilch als Alternative anbieten;
- in der Muttermilch sind Antikörper enthalten, die das Kind vor verschiedenen Infektionen schützen;
- es ist eine Vorbeugung gegen SIDS;
- es hilft der Frau nach der Geburt, die Gebärmutter schneller zurückzubilden, und verringert die Wochenbettblutung;
- und vieles mehr.
Und deshalb geben Sie das Stillen nicht auf, wenn es am Anfang nicht so gut klappt. Stillen Sie so lange, wie Ihr Kind es braucht. Und unterstützen Sie andere Mütter beim Stillen, denn nur so wird das Stillen wieder Teil der meisten Familien.





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