Wir werden uns wohl darin einig sein, dass die meisten Väter sehr genießen, mit einem kleinen Baby oder Kleinkind zu spielen, vor allem, wenn sie wissen, dass die Mama in der Nähe ist, die immer hilft, wenn gefüttert, gewickelt oder eingeschläfert werden muss. Worauf sollte sich der Vater jedoch vorbereiten, wenn die Mama sie für längere Zeit allein lässt?
Der Vater und das Säugling
Wenn der Vater sich um ein Säugling kümmert, also um ein Kind unter einem Jahr, dann braucht er von der Mama abgepumpte Milch oder gegebenenfalls Säuglingsnahrung samt Anweisungen, wie die Milch zuzubereiten ist. Ob sie aufgetaut oder nur erwärmt werden muss (und auf welche Temperatur), bei künstlicher Milch dann auch, welche Menge zuzubereiten ist. Das mag banal erscheinen, ist aber wichtig, damit das Baby zufrieden ist und keinen Hunger hat.
Nach dem Füttern werden Säuglinge meist zum Bäuerchen machen gebracht, was für Väter unangenehm sein kann, weil manche Babys dabei etwas hochwürgen. Deshalb sollte auf jeden Fall ein Stoffwindelgriffbereit sein, damit sich der Vater nicht umziehen muss, und es ist auch gut, wenn der Vater es vorher selbst ausprobiert, damit er weiß, wie man das Baby zum Bäuerchen machen hält und wie lange man warten muss.
Falls der Vater ans Wickeln nicht gewöhnt ist, sollte er es auf jeden Fall vorher üben, damit er weiß, wo die Windeln sind, sei es Stoff- oder Einwegwindeln, Feuchttücher, Creme oder ob die Mama die windelfreie Kommunikationsmethode praktiziert und das Baby aufs Töpfchen oder über das Waschbecken gehalten werden muss. Väter haben oft Probleme damit, eine größere Ladung in der Windel zu wickeln, deshalb sollten sie das unbedingt ein paar Tage lang ausprobieren, damit sie später nicht überrascht sind.
Falls das Baby noch sehr klein ist oder die Mama für längere Zeit weg ist, dann ist eine weitere Aufgabe des Vaters, das Kind einzuschläfern. Es gibt viele Methoden, das hängt also davon ab, woran das Baby gewöhnt ist. Am häufigsten wird es im Kinderwagen sein, daher sollte der Vater Anweisungen bekommen, wie das Baby für den Kinderwagen angezogen wird. Alternativ kann der Vater das Kind zu Hause im Bettchen oder im gemeinsamen Bett einschläfern. Ein Schlaflied abspielen, eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen, es auf dem Arm wiegen und nach dem Einschlafen ablegen – was manchmal eine echte Herausforderung sein kann, damit das Kind nicht wieder aufwacht.
Wenn das Baby alle grundlegenden Bedürfnisse erfüllt hat, also gefüttert, zum Bäuerchen machen gebracht und gewickelt ist, aber noch nicht müde, dann kommt der lustige Moment, in dem sie zusammen spielen können. Hier muss man nicht viel dazu schreiben, denn der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und Väter sind in dieser Disziplin sehr einfallsreich und wissen sich zu helfen. Mütter würden mit ihrer Art von Spaß oft nicht einverstanden sein, aber wenn niemand zu Schaden kommt, warum nicht einmal eine Ausnahme machen.
Der Vater und das Kleinkind
Die Betreuung älterer Kinder (ab einem Jahr) mag einfacher erscheinen, doch der Schein trügt. Milch erwärmen und ein liegendes Baby wickeln ist im Vergleich zu Ernährung und mehr Bewegung bei Kleinkindern wirklich ein Kinderspiel. Andererseits macht das Spielen mit älteren Kindern Vätern mehr Spaß. Sie können nicht nur mit ihnen in die Spielecke oder auf den Spielplatz gehen, sondern zu Hause gemeinsam allerlei Blödsinn aushecken. Im Internet kursieren unzählige Fotos aus Zeiten, in denen gerade Väter aufpassten, und es ist wirklich ein amüsanter Anblick, was sie gemeinsam alles erfinden können. Damit wollen wir Väter natürlich nicht zu Unfug anstiften, aber manchmal ist es schön, anders zu spielen als gewöhnlich.
Außer Spielen, Wickeln und Einschlafen sollte der Vater wissen, was sein Kind gerade isst, ob es Stückchen problemlos schafft, ob es mit Besteck isst, um wie viel Uhr es etwas zu essen bekommen soll und natürlich auch was. Die Mama bereitet meist alles im Voraus vor, also sollte der Vater das ohne Probleme schaffen.
Wenn das Kleinkind noch nicht selbst laufen kann oder noch unsicher läuft, sollte der Vater darauf achten, dass das Kind nirgendwo hinfällt und sich nicht schlimm stößt. Manche Stürze lassen sich leider kaum vermeiden, zum Glück sind Kinder elastischer, als wir denken, und halten viel aus.
Falls die Mama am Abend nicht zu Hause ist, ist auch das Baden Aufgabe des Vaters. Diese Tätigkeit machen Väter meist schon seit der Geburt des Babys und genießen diese gemeinsamen Momente sehr. Wenn das bei Ihnen nicht der Fall ist, sollte der Vater es ebenfalls vorher ausprobieren.
Beim nächsten Mal wird es wieder einfacher
Ob der Vater nun zum ersten Mal ein Säugling oder ein Kleinkind betreut, kann das für ihn wirklich eine Herausforderung sein. Doch es gibt keinen Grund zur Angst, es wird irgendwie schon klappen, und bis zum nächsten Mal kann er alles noch verfeinern. Hilfe kann er sich bei Großmüttern oder Großvätern, Tanten oder auch bei Freunden mit ähnlich alten Kindern holen. Er kann auch jemanden besuchen und so Zeit außerhalb des Hauses verbringen, was ältere Kinder sicher zu schätzen wissen, denn zu Hause kennen sie alles und es langweilt sie dort nicht so sehr wie in fremder Umgebung, wo sie die Welt entdecken können.
Also Kopf hoch. Wenn etwas schiefgeht, verzweifeln Sie nicht, die Kinder werden sich später nicht daran erinnern, und Sie können darüber später lachen.





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