Sobald eine Frau verrät, dass sie schwanger ist, hört sie verschiedene Schwangerschaftsmythen und Aberglauben. An manche Aberglauben glauben auch heute werdende Mütter noch, manche sind längst überholt und werden eher aus Gewohnheit weitergegeben. Was sind die häufigsten Schwangerschaftsmythen und Aberglauben? Und warum glauben manche Mütter immer noch daran?
Die Bekanntgabe der Schwangerschaft im 1. Trimester bringt Unglück
Mütter, die ihr erstes Baby erwarten, warten mit der Bekanntgabe der Schwangerschaft meist bis zum Beginn des 2. Trimesters, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt schon geringer ist. Bei Mehrgebärenden ist das dann unterschiedlich: Manche verheimlichen es nicht, andere behalten es so lange wie möglich für sich. Es ist jedem Paar selbst überlassen, ob es mit der Bekanntgabe wartet oder nicht. Für manche Frauen kann es einfacher sein, es bei der Arbeit zu sagen, weil sie dann ihre Übelkeit nicht mehr verbergen müssen und besser verstanden werden.
Morgenübelkeit dauert nicht nur morgens an
Der Begriff Morgenübelkeit ist sehr irreführend, denn auch wenn sie am häufigsten morgens auftritt, kann die werdende Mutter genauso gut abends oder jederzeit im Laufe des Tages darunter leiden. Vielen werdenden Müttern ist den ganzen Tag über übel.
An der Übelkeit erkennt man das Geschlecht des Babys
Man sagt, wenn eine Frau unter der sogenannten Morgenübelkeit leidet, erwartet sie ein Mädchen, und wenn sie nicht darunter leidet oder die Übelkeit eher abends auftritt, dann wird es ein Junge. Bei manchen mag das stimmen, aber da jede Schwangerschaft anders ist, kann eine Mutter auch mit einem Jungen starke Übelkeit haben und umgekehrt gar keine mit einem Mädchen. Ebenso bedeutet es nicht, dass sie das andere Geschlecht erwartet, wenn die Mutter in der ersten Schwangerschaft starke Übelkeit hatte und in der zweiten keine.
An der Form des Bäuchleins erkennt man das Geschlecht des Babys
Ein runder Bauch bedeutet, dass ein Mädchen geboren wird, ein spitzer, dass es ein Junge wird. So einfach ist das aber nicht, denn es hängt von der Figur der Mutter ab, davon, wie viele Kilos sie zugenommen hat und wie gut ihre Bauchmuskeln vor der Schwangerschaft trainiert waren oder nicht.
An der Schönheit der Mutter erkennt man das Geschlecht des Babys
Jungen machen ihre Mütter schöner, während Mädchen ihnen diese Schönheit eher nehmen. Das ist ziemlich individuell und hängt auch stark vom Hauttyp der Frau vor der Schwangerschaft ab. Manche Frauen neigen stärker zu Akne, und in der Schwangerschaft zeigt sich das dann noch mehr.
An den Schwangerschaftsgelüsten erkennt man das Geschlecht des Babys
Es heißt, wenn Frauen Süßes naschen, erwarten sie ein Mädchen, und wenn ihnen dagegen andere, nicht süße Speisen schmecken (Fleisch, Würstchen, Aufschnitt, Chips), dann erwarten sie einen Jungen. Es kommt häufig vor, dass eine Frau in der Schwangerschaft genau die gegenteiligen Gelüste hat und zu Hause dann zwei Mädchen oder zwei Jungen herumlaufen. Auf diesen Mythos kann man sich also ebenfalls nicht hundertprozentig verlassen.
Die Mutter muss für zwei essen
Das ist der übliche Spruch werdender Großmütter. Dieser Mythos ist längst überholt, und jede Frau weiß heute, dass es sich, wenn sie für zwei isst, unangenehm auf ihr Gewicht auswirkt und dem Baby überhaupt nicht guttut.
Sodbrennen, ein haariges Kind
Wenn eine Frau unter Sodbrennen leidet, sagt man, dass das Baby sehr haarig zur Welt kommen wird. Es ist schön zu glauben, dass hinter dem Sodbrennen gerade die Haare des Kindes stecken. Die Ursache für Sodbrennen sind jedoch Magensäfte, die infolge des Drucks auf den Magen zurück in die Speiseröhre gelangen.
Keine Wäsche aufhängen und die Hände nicht über den Kopf heben
Dieser Aberglaube besagt, dass, wenn eine Frau Wäsche aufhängt (also hoch auf die Leine) oder die Hände über den Kopf hebt, die Gefahr besteht, dass sich die Nabelschnur ihres Babys um den Hals wickelt. Laut Ärzten wird angeblich bis zu ein Drittel aller Babys mit einer um den Hals, um den Arm, um den Bauch gewickelten Nabelschnur geboren, oder es gibt einen Knoten in der Nabelschnur, und das stellt meist kein Problem dar. Wichtig ist, sich deshalb nicht zu stressen, weil man es ohnehin nicht beeinflussen kann.
Mit breiten Hüften wird die Geburt leichter
Breite Hüften sind leider keine Garantie für eine problemlose Geburt. Eine wichtige Rolle bei der Geburt spielt die Größe des Beckens, die nicht unbedingt mit der Hüftweite übereinstimmen muss.
Ein Kinderwagen vor der Geburt bringt Unglück
Diesen Aberglauben befolgen die meisten Erstgebärenden. Meistens lassen sie den neuen Kinderwagen bei den werdenden Großeltern, damit sie ihn nicht zu Hause haben und dadurch kein Unglück bringen. Mehrgebärende haben zu Hause meist schon einen Kinderwagen, weil sie ihn für das ältere Geschwisterkind gebraucht haben oder noch immer brauchen, und deshalb kümmern sie sich darum überhaupt nicht. Auch Eltern, die einen Verlust in einer späteren Phase der Schwangerschaft erlebt haben, haben den Kinderwagen ganz normal zu Hause.
Nach der Geburt verschwinden alle zugelegten Kilos
Jede Mutter wünscht sich, nach der Geburt schnell wieder in Form zu kommen oder sogar mehr als nur die in der Schwangerschaft zugelegten Kilos loszuwerden. Leider gelingt es nicht jeder Mutter, alles abzunehmen, und auch das Stillen spielt keine Rolle dabei, ob die Kilos schneller purzeln oder nicht. Wichtig ist, auf eine hochwertige Ernährung zu achten, sich selbst nicht zu vernachlässigen und dem Baby Zeit zu widmen. Keine Sorge, mit Spaziergängen mit dem Kinderwagen oder mit dem Kind im Tuch/Tragehilfe nimmt man bestimmt etwas ab.
Ob Sie nun an manche Aberglauben oder Mythen glauben oder nicht, es hängt immer von der Einstellung der Mutter ab. Wichtig ist deshalb, sich nicht zu stressen, sich auszuruhen, wann immer es geht (ja, mit älteren Geschwistern ist das anspruchsvoller) und sich selbst, dem eigenen Körper und dem Baby zu vertrauen, denn gerade das Baby ist das Einzige, das weiß, wie das Ganze ausgeht.
Wir wünschen Ihnen wunderschöne 9 Monate und noch schönere folgende Jahre nach der Geburt Ihres Babys.





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