Vor Kurzem haben wir diese wunderbare Frau angesprochen – eine Physiotherapeutin und Mama. Dank ihr bereiten wir für euch eine kleine Serie über die Physiotherapie von Babys und Müttern vor. Ihr könnt ihr auf Instagram @mamimi_fyzio folgen.
1. Können Sie sich uns ein wenig vorstellen, wer Sie sind und was Sie machen?
Ich heiße Edita Knotková und bin Kinder- und Frauenphysiotherapeutin, derzeit in
Elternzeit. In meiner Praxis widme ich mich vor allem Babys und jüngeren Kindern, aber
die Arbeit mit ihnen hat mich auch zur Arbeit mit Müttern geführt, denn diese vernachlässigen sich oft und
haben keine Zeit für sich selbst. Deshalb erschien es mir ideal, das sozusagen „in einem Aufwasch“ zu machen und bei der
Therapie des Kindes auch der Mutter Tipps mitzugeben oder beide gleich zusammen zu behandeln. In der Elternzeit
möchte ich mich vor allem Workshops und Aufklärung in meinem Fachgebiet widmen.
2. Ihr Lieblingsessen, Musik und wie entspannen Sie sich?
Am liebsten esse ich Sushi. Was die Musik betrifft, habe ich einen recht soliden Musikgeschmack, und deshalb
höre ich alles – von Power Metal bis K-Pop. Ich entspanne bei allem, was draußen ist. Ich freue mich, dass das Wetter schon schön ist, denn ich kann mit dem Kinderwagen problemlos auch
den ganzen Tag unterwegs sein.
3. Wie ist die Arbeit einer Kinder- und Frauenphysiotherapeutin?
In erster Linie wunderschön. Ich habe Kinder schon immer geliebt, und den Abschluss des Kurses
„Vojtovka“ habe ich mir sehr gewünscht. Es ist schön, die Fortschritte zu beobachten, die Babys im Laufe
der Therapie machen, aber es ist auch eine anspruchsvolle Arbeit. Sowohl wegen der Verantwortung gegenüber den Babys als auch
emotional – manche Kinder weinen bei den Therapien, und ich muss die Waagschalen sehr gut abwägen, damit
die von mir gewählte Therapie für sie möglichst hilfreich ist und den Familienalltag möglichst wenig einschränkt. In jedem Fall ist es nötig, dass der Therapeut genau
so sanft wie streng ist, und das erfordert eine große Portion Empathie. Nicht jedes Baby
mit einem Bewegungsproblem muss auf Vojta behandelt werden. Und genau das ist die Schwierigkeit – die Übungen für
das konkrete Paar fein abzustimmen – meistens für Mutter und Kind.
4. Können Sie uns die aktuellen Trends in der Physiotherapie für Babys und Mütter vorstellen?
Der größte Trend, den ich beobachte, ist das Interesse an Informationen. Eltern beschäftigen sich viel mit gesundem
Schuhwerk, gefragt sind Barfußschuhe. Das Interesse an Ergonomie bei der Arbeit, beim Sitzen und beim
Tragen von Kindern ist gewachsen – und zwar sowohl aus der Perspektive der richtigen Positionierung des Kindes als auch der richtigen Haltung
der tragenden Person.
Mütter bereiten sich besser auf die Geburt vor, als es vielleicht die Generation unserer
Mütter getan hat. Sie wissen, dass man die Schwangerschaft erleben und nicht überleben soll und dass sie nicht weh tun sollte. Vor
der Geburt wie auch danach arbeiten sie an sich selbst – und so soll es sein. Wenn doch jede Frau lernen würde, ihren
Körper und ihr Kind richtig wahrzunehmen und zu tragen. Sowohl im Bauch als auch auf dem Arm.
5. Nehmen Sie Ihre Arbeit jetzt anders wahr, seit Sie Mutter sind?
Eigentlich nicht. Mein Kind wurde mit einer lagebedingten Asymmetrie des Halses und des Köpfchens geboren, und so habe ich
gleich begonnen, behutsam an der Korrektur zu arbeiten. Mein Kind ist ein Beispiel dafür, dass, wenn
ein Problem rechtzeitig erkannt wird, schon kleine Maßnahmen im Alltag ausreichen und sich das Baby wieder einpendelt.
Ich selbst war froh, dass ich so viele Informationen darüber hatte, wie ich mit meinem Körper arbeiten kann, damit er
nicht schmerzt… Und dass ich mich so gut auf die Geburt vorbereitet hatte, dass alles
reibungslos und ohne Eingriff verlief. Der Körper kehrt langsam in seine frühere Funktion zurück, und eigentlich würde ich allen
wünschen, dass bei ihnen alles so entspannt läuft, wie bei mir. Wieweit das meinem Beruf zu verdanken ist und
wieweit dem Glück, werden wir wohl nie erfahren :)
Vielen Dank für das Gespräch, und wir freuen uns auf weitere interessante Beiträge.





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