Winterfreuden und Toben im Schnee machen Kindern Spaß. Für Eltern jedoch nur so lange, bis das Kind ganz durchnässt nach Hause zurückkommt. Wie kleidet man die Kleinsten richtig, damit sie warm und bequem bleiben und sich trotzdem draußen bewegen und austoben können?
Der Schlüssel ist das richtige Schichtenprinzip
Dank richtig geschichteter Kleidung bleiben Kinder warm, und zugleich ermöglicht die Kleidung eine Regulierung der Wärme je nach aktuellen Bedingungen, damit es nicht zu Überhitzung kommt.
Erste Schicht
Die erste Schicht ist die Grundlage des richtigen Anziehens, da sie direkten Kontakt mit der Haut hat und ihre Hauptaufgabe darin besteht, Feuchtigkeit abzuleiten (Schweiß), damit der Körper trocken und warm bleibt. Geeignet ist daher Kleidung aus Merinowolle, die diese Anforderungen perfekt erfüllt. Eine weitere Möglichkeit ist hochwertige Funktionsunterwäsche, die schnell trocknet und im Gegensatz zu Baumwolle Feuchtigkeit nicht lange speichert.
Zweite Schicht
Die Hauptaufgabe der zweiten Schicht besteht darin, zu wärmen und die Wärme zu halten. Ideal ist es daher, dem Kind Teile mit isolierenden Eigenschaften wie Fleece oder Wolle anzuziehen. Diese Schicht sollte außerdem lockerer sein als die erste, damit sich die Luft zwischen den Schichten frei bewegen kann und eine bessere Isolierung bietet.
Dritte Schicht
Die dritte Schicht ist entscheidend für den Schutz vor Wind, Regen und Schnee. So stellen Sie sicher, dass das Kind nicht durchnässt und vom Wind ausgekühlt nach Hause kommt. Geeignet ist zu diesem Zeitpunkt Kleidung mit Membran und Softshell, die mehr Bewegungsfreiheit und Komfort bei Aktivitäten bietet.
TIPP: Da es sich um die letzte, sichtbare Schicht handelt und es im Winter früh dunkel wird, sollten Sie auf Jacken und Hosen mit reflektierenden Elementen achten.

Vergessen Sie nicht die Accessoires
Die richtige Kleidung ist die Grundlage, aber ohne Accessoires nur die halbe Arbeit. An was sollte man außerdem denken?
- Handschuhe und Mütze: Bis zu 30 % der Körperwärme gehen über den Kopf verloren, daher sind warme Mützen unverzichtbar. Handschuhe sollten wasserdicht sein und ein Fleecefutter haben.
- Schlauchschal statt Schal: Für kleinere Kinder ist ein Schlauchschal sicherer und lässt sich leichter anziehen.
- Warme Socken: Ideal sind Wollsocken oder solche mit einem Anteil an Funktionsmaterialien.
- Hochwertige Schuhe: Gefüttert, wasserdicht und mit genügend Platz für die Zehenbewegung.
Woran erkennt man, dass das Kind richtig angezogen ist?
Die Grenze zwischen richtiger und falscher Kleidung ist relativ schmal. Achten sollten Sie daher nicht nur auf Unterkühlung, sondern auch auf Überhitzung, die ebenso unangenehm und gefährlich sein kann.
Der Nacken-Test
Die einfachste Methode, um festzustellen, ob einem Kind weder zu kalt noch zu warm ist, besteht darin, den Nacken zu fühlen. Ist er trocken und angenehm warm, ist alles in Ordnung. Ein kalter Nacken bedeutet, dass das Kind unterkühlt ist und eine weitere Kleidungsschicht braucht. Ein verschwitzter und heißer Nacken hingegen signalisiert, dass dem Kind zu warm ist und die Kleidung leichter werden sollte.
Die Stimmung des Kindes
Nicht nur die Berührung, sondern auch die Stimmung des Kindes verrät Ihnen, ob es richtig angezogen ist. Wenn es sich nicht wohlfühlt, wird es Ihnen das zeigen. Zu erwarten sind dann Beschwerden über kalte Füßchen oder Händchen und auch schlechte Laune. Es wird sich über kalte Füßchen oder Händchen beklagen. Überhitzung erkennen Sie hingegen schon auf den ersten Blick, rote Wangen geben Ihnen einen Hinweis. Wegen der Wärme wollen sich die Kleinen außerdem mehr bewegen, um ihren Körper abzukühlen. Das kann jedoch zu weiterer Erwärmung und Schwitzen führen, was das Risiko einer Erkältung erhöht.
Denken Sie jedoch daran, dass jedes Kind anders ist – manche frieren schneller, andere vertragen Kälte besser. Passen Sie die Kleidung daher den individuellen Bedürfnissen und den aktuellen Bedingungen an.
Wie kleidet man die Kleinen im Winter für die Trage?
Eine kleine Besonderheit beim Anziehen ist das Anziehen für die Trage. Kinder in der Trage teilen die Wärme mit dem Elternteil, was teilweise ein Vorteil ist; andererseits muss auch auf Bewegungsfreiheit und Windschutz geachtet werden.
Ideal ist es daher, eine Tragejacke zu wählen, die sich mit der Trage verbinden lässt und so vor Zugluft schützt. Achten Sie außerdem darauf, dass Beine und Arme gut bedeckt und vor Kälte geschützt bleiben. Prüfen Sie schließlich, dass das Kind nicht zu stark zusammengedrückt wird – die Kleidungsschichten sollten seine Bewegung nicht einschränken.

Kurz gesagt
Die richtige Kleidung ist die Grundlage für entspannte Wintertage mit Ihren Kindern. Der Schlüssel zum Erfolg ist das Schichtenprinzip, die Wahl geeigneter Materialien und die Anpassung der Kleidung an die jeweilige Aktivität. Für den Spaziergang im Kinderwagen fügen Sie einen warmen Fußsack hinzu, der das Kind wärmt, auch wenn es sich nicht bewegt. Und beim Spielen im Schnee sollten die ersten beiden Schichten wärmen und Schweiß ableiten, während die letzte vor allem isoliert und das Durchnässen verhindert. Das Wichtigste ist vor allem der Komfort Ihrer Kleinen, damit Sie gemeinsame Momente in vollen Zügen genießen können.
Welche Aktivitäten bevorzugen Sie im Winter?





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