Stillen & Ernährung

Stillen oder nicht stillen?

Kojit či nekojit miminko

Muttermilch ist zweifellos die beste Ernährung für jedes Baby, allerdings ist es die Entscheidung jeder Mutter, ob sie ihr Kind stillen wird oder nicht. Was sind die Vor- und Nachteile des Stillens und wann sollte man im Gegenteil nicht stillen?

Vorteile des Stillens

  • Menge und Zusammensetzung der Milch bilden sich entsprechend den Bedürfnissen des Kindes.
  • Falls die Mutter krank ist, erhält das Kind über die Milch Antikörper.
  • Stillen verringert das Risiko und schützt die Mutter vor Tumorerkrankungen und verschiedenen Krebsarten.
  • Man kann jederzeit und überall stillen; dafür werden keine Hilfsmittel benötigt (Fläschchen, Spender usw.).
  • Es ist die Zeit, in der die Mutter mit dem Baby verbunden ist, und es ist ihre gemeinsame kleine Zeit. Das schätzen vor allem gestillte Kleinkinder.

Nachteile des Stillens

  • Falls das Kind gestillt werden möchte, die Mutter aber nicht zu Hause ist, muss abgepumpte Milch vorhanden sein oder bei längerer Trennung Säuglingsmilch.
  • Wenn das Baby nicht richtig anlegt, kann es zu Verletzungen der Brüste kommen, und es dauert dann eine Weile, bis sich alles wieder beruhigt; jedes Stillen ist schmerzhaft.
  • Es kann zu einem Milchstau kommen (lässt sich innerhalb eines Tages beheben) oder zu einer Brustentzündung (wird meist mit Antibiotika behandelt).

Mütter, die nicht stillen

Manche werdende Mütter wollen oder können ihr Kind nicht stillen, dafür gibt es viele Gründe. So oder so wird zum Abstillen empfohlen, die Brüste fest zu binden, gegebenenfalls einen Arzt um eine Tablette zu bitten, die die Milchproduktion stoppt. Wann stillen Mütter am häufigsten nicht und füttern ihr Kind mit Säuglingsnahrung?

  • Bei der Mutter kann eine Stillaversion auftreten, die sich durch verschiedenste körperliche Reaktionen wie zum Beispiel Erbrechen äußert.
  • Wochenbettpsychose - die Mutter nimmt Medikamente ein, die mit dem Stillen nicht vereinbar sind.
  • Die Mutter ist von Drogen abhängig.
  • Stoffwechselerkrankung oder die Mutter leidet an einer anderen schweren Krankheit, die mit dem Stillen nicht vereinbar ist.
  • Die Mutter nimmt Medikamente ein, die während des Stillens nicht eingenommen werden dürfen (prüfen lässt sich das hier https://www.e-lactancia.org).
  • Frühe Rückkehr in den Beruf und die Notwendigkeit, dass sich tagsüber jemand anderes um das Kind kümmert.
  • Für manche Mütter ist das Nichtstillen bequemer und praktischer, die Fütterungszeiten lassen sich planen.
  • Mütter, denen es nach der Geburt nicht gelingt zu stillen und deren Baby nicht zunimmt oder sogar abnimmt, greifen in den meisten Fällen lieber zu Säuglingsnahrung, was schade ist, denn das lässt sich mit Hilfe einer Stillberaterin lösen.
  • Beim Baby zeigt sich eine Allergie gegen das Kuhmilcheiweiß, und die Mutter verzichtet lieber nicht auf das, was dem Baby nicht bekommt, sondern steigt stattdessen auf Säuglingsnahrung um.
  • Sehr ausnahmsweise kann es vorkommen, dass bei der Mutter gar keine Milch gebildet wird, und sie daher keine andere Möglichkeit hat, als zu Säuglingsnahrung zu greifen. 

Nachteile des Nichtstillens

  • Sterilisierung der Flaschen. 
  • Außerhalb des Hauses muss alles für die Zubereitung mitgenommen werden - warmes Wasser, eine Portion Säuglingsnahrung oder ein Messlöffel und eine Flasche.
  • Es muss ein geeigneter Milchentyp gefunden werden, der dem Baby zusagt (Anti-Reflux-, Anti-Kolik-, laktosefreie usw.).

Das Wichtigste ist zweifellos eine zufriedene Mutter, die sich auch positiv auf ihr Kind auswirkt. Wenn Stillen für die Mutter nicht der Weg ist, den sie in der Mutterschaft gehen möchte, dann ist das ihre freie Entscheidung. Ideal ist es also, wenn sich die Frau aus eigenem Willen entscheidet, ob sie stillen wird oder nicht, weil sie es nicht kann oder aus irgendeinem Grund nicht möchte. Es sollte nicht so sein, dass die Frau durch den Druck ihres Umfelds beeinflusst wird (zum Beispiel von jemandem aus der Familie, dem Personal im Krankenhaus oder dem Kinderarzt), nicht genügend Informationen hat und nach ein paar Tagen, in denen das Stillen nicht so gelingt, wie sie es sich wünscht, es lieber aufgibt. 

Je besser die Mutter informiert über das Stillen ist und sich schon in der Schwangerschaft darauf vorbereitet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie stillen wird. Und gleichzeitig: Wenn das Stillen von Babys in der Öffentlichkeit sichtbar ist, selbstverständlich diskret, dann wird es zur Norm und die Mütter werden nicht mehr darüber nachdenken, ob das Stillen nach der Geburt klappen wird oder nicht, sondern sie werden so eingestellt sein, dass sie einfach stillen werden, weil die Natur das so vorgesehen hat. 

Ganz gleich, ob Sie Ihr Baby mit Muttermilch oder mit Säuglingsnahrung füttern, respektieren Sie, dass es bei anderen anders ist als bei Ihnen, und niemand ist eine bessere oder schlechtere Mutter. Wir alle Mütter sind großartig und tun das Beste, was wir in diesem Moment können. 

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