Schlaf & Weinen bei Kindern

Kinderbetreuung über Nacht

Hlídání dítěte přes noc

Autorin des Artikels: Iveta Bartošová

Die Betreuung von Kindern über Nacht muss nicht so entspannt sein, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Auch wenn das Kind die Betreuungsperson tagsüber kennt, kann es nachts deutlich komplizierter werden. Manche Kinder sind sehr extrovertiert und verbringen gern Zeit mit jedem, der Interesse an ihnen zeigt. Andere Kinder hingegen müssen sich erst an alles gewöhnen und brauchen länger, bis sie überhaupt etwas Neues ausprobieren und jemandem Vertrauen schenken. Wie bereitet man also sich selbst, das Kind und die Betreuungsperson (zum Beispiel die Oma) auf die erste Übernachtungsbetreuung vor?

Ab wann das Kind über Nacht betreuen lassen

Auf die Frage, ab wann es am sinnvollsten ist, sein Kind über Nacht betreuen zu lassen, gibt es keine allgemeingültige Antwort. Das ist sehr individuell und jede Familie entscheidet nach ihrem Gefühl und ihren Bedürfnissen.

  • Ein nicht gestilltes Kind - schon als wenige Monate altes Baby möglich, wenn sowohl die Mama als auch die Oma einverstanden sind.
  • Ein gestilltes Kind - eine Übernachtungsbetreuung probiert man am besten erst dann aus, wenn Sie mit dem Stillen aufhören, denn viele Kinder werden gerade nachts gestillt, und das könnte für alle eine große Komplikation sein.
  • In der Phase der Trennungsangst verschieben Sie die Betreuung lieber.
  • Kleinkinder - falls das Kleinkind nicht mehr gestillt wird (ab 1 Jahr aufwärts), kann die Betreuung im Hinblick auf das Essen zwar einfacher sein, dafür ist die Trennung von der Mama oft viel schwieriger (stärkere Bindung an die Mama, das Kind nimmt alles viel bewusster wahr).
  • Wenn das Kind es selbst sagt - ideal ist es, wenn alle Seiten mit der Betreuung einverstanden sind, also das Kind, die Eltern und die Oma. Manche Kinder ist es im Grunde egal, wann sie das erste Mal bei der Oma schlafen, andere reifen erst später dafür heran, zum Beispiel mit etwa 4 Jahren. Wenn Sie also nicht unbedingt jemanden außer dem Vater brauchen, der das Kind betreut, dann setzen Sie es nicht unter Druck.

Vorbereitung auf die Betreuung

Vor der ersten Betreuung ist es gut, die Umgebung vorzubereiten, die notwendigen Sachen zu packen und mit allen abzusprechen, was passieren wird.

  • Das Kind rechtzeitig vorbereiten - darüber sprechen, was passieren wird, worauf es sich freuen kann und wann ihr euch wiederseht.
  • Die Oma auf den Rhythmus des Kindes vorbereiten - ungefähre Zeiten und Reihenfolge der Abläufe - Abendessen, Zähneputzen, Baden, Vorlesen einer Geschichte, Kuscheltier ins Bett usw.
  • Gemeinsam schlafen - wenn das Kind gewohnt ist, mit den Eltern im Bett zu schlafen, wird es für es einfacher sein, wenn es sich nachts auch an die Oma kuscheln darf.
  • Ein Lieblingsspielzeug mit einpacken.
  • Mit der Oma auch tagsüber Zeit verbringen, damit das Kind sich an sie gewöhnt.
  • Nicht vergessen, sich vom Kind zu verabschieden und ihm zu sagen, wann ihr zurückkommt (zum Beispiel nach dem Frühstück, nach dem Mittagessen, direkt morgens nach dem Schlafen).
  • Wahl des Ortes - für die erste Übernachtungsbetreuung kann es für das Kind einfacher sein, wenn sie bei ihm zu Hause stattfindet, damit es nicht so eine große Veränderung ist. Gleichzeitig ist die häusliche Umgebung auf das Kind abgestimmt, sodass Sie nicht klären müssen, wo Sie was verstecken, damit das Kind es nicht versehentlich kaputt macht oder sich verletzt.

Auch die Mama muss auf die Betreuung vorbereitet sein

Jede Mama muss neue Energie tanken, und zwar sowohl körperlich als auch psychisch, also das tun, was ihr Freude macht und was sie auch schon vor den Kindern gern gemacht hat. Und dabei ist es egal, ob das bedeutet, ein Wochenende mit Freundinnen im Wellnesshotel zu verbringen, regelmäßig zu Yoga oder ins Fitnessstudio zu gehen oder wieder mit dem Nähen von Kleidung anzufangen. Für extrovertierte Mütter kann die Übernachtungsbetreuung ihres Kindes entscheidend dafür sein, ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Introvertierte Mütter müssen ihre Ängste vor möglichen Komplikationen verarbeiten und sich davon lösen, dass das Kind es nicht schafft. Es ist schlicht individuell, und nicht jede Mama möchte sich für längere Zeit von ihrem Kind entfernen, auch wenn es kein Baby mehr ist.

Kinder beginnen sich ganz natürlich von den Eltern zu entfernen, wenn sie mit elterlichem Kontakt gesättigt sind und sich sicher fühlen. Das kann also bedeuten, dass die Mama die ersten drei Jahre ganz für ihr Kind da ist (ohne größere Betreuung), wovon sie in den folgenden Jahren profitiert. Setzen Sie sich deshalb nicht unter Druck, nur weil Sie sich unter Freundinnen wie ein Exot vorkommen, der sein einjähriges oder auch dreijähriges Kind nicht über Nacht bei der Oma lassen möchte. Denken Sie gleichzeitig an das Kind, denn wenn es für das Kind eine Nacht voller Tränen bedeuten würde, dann ist es für eine nächtliche Trennung einfach noch zu früh. 

Kurz gesagt

Sie können Ihr Kind jederzeit über Nacht betreuen lassen, wenn Sie das möchten. Wichtig ist, dass sowohl das Kind als auch die Betreuungsperson (zum Beispiel die Oma) darauf vorbereitet sind. Die Betreuung nicht gestillter Kinder kann im Hinblick auf das Geben von Säuglingsmilch einfacher sein. Gestillte Kinder lässt man am besten erst dann über Nacht betreuen, wenn das nächtliche Stillen beendet ist; das Stillen am Tag kann beibehalten werden. Die Vorbereitung vor der ersten Betreuung ist wichtig und sollte nicht ausgelassen werden, damit das Kind weiß, was passieren wird, und die Oma wiederum weiß, wie der Abendrhythmus des Kindes aussieht. Vergessen Sie auf keinen Fall, dem Kind sein Lieblingsspielzeug einzupacken und sich ordentlich von ihm zu verabschieden. Fragen Sie die Oma gegebenenfalls, ob sie bei Ihnen zu Hause betreuen könnte, damit es für Sie einfacher ist. Setzen Sie weder sich selbst noch Ihr Kind unter Druck, irgendwann kommt die Zeit, in der das Kind bei jedem aus Ihrer Familie übernachten möchte, und Sie werden traurig sein, dass es Sie nicht mehr so sehr braucht. Vergleichen Sie sich vor allem nicht mit anderen Müttern, jeder hat seine Zeit.

Wie verlief Ihre erste Übernachtung bei der Oma? Wann haben Sie sich zum ersten Mal dafür entschieden und warum?

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